Herzlich willkommen bei der Timeout Jugendhilfe gGmbH!

Am Anfang stand die Idee, einen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten - eine Gesellschaft, zu deren Grundwerten es gehört, niemanden zurückzulassen. Dieser Wunsch veranlasste Bürgerinnen und Bürger dazu, im Jahr 2002 Timeout e.V. (heute Timeout gemeinnützige GmbH) zu gründen. 

Schulabbrecherquoten von über 10% in Deutschland und anderen europäischen Ländern zeigen: Wir lassen viele zurück, vor allem junge Menschen, zumeist in einem Alter, in dem sie Orientierung und Halt suchen. Sie erfahren Enttäuschung und Ausgrenzung. Mit erschreckend hoher Wahrscheinlichkeit bleibt ihnen der Zugang zu wesentlichen gesellschaftlichen Bereichen für immer verschlossen. Können wir, wollen wir als Gesellschaft auf diese Menschen verzichten? Abgesehen von den unabsehbaren volkswirtschaftlichen Schäden, die eine solche Entwicklung begleiten, verlieren wir Menschen mit Ideen, mit Talenten, mit wunderbaren Fähigkeiten. Warum fallen diese jungen Menschen durch die bestehenden Schulsysteme? Es gibt Länder, die ihre Schule so gestalten, dass niemand hindurchfällt. In Finnland gibt es so gut wie keine Schulabbrecher. Warum? Die Antwort ist in der Gestaltung der Schule als Lern- und Lebensort zu suchen. Lehrerbildung, Gestaltung des Kurrikulums, die Art und Weise, wie etwas und was gelernt wird, sind dabei sicherlich Schlüsselaufgaben.

Wir haben nun in vierzehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass jedes Kind, jeder Jugendliche anders ist, dass aber in jedem Interesse, Neugier und Talente schlummern. Wir haben gelernt, dass es darum geht, ein Klima zu schaffen, in dem diese Neugier sich entfalten, Interesse sich wieder entzünden kann, Talente entdeckt werden können. Viele sind gescheitert an den Hürden, die durch die allmählich fortschreitende Standardisierung unseres Schulsystems aufgebaut wurden. Viele sind gescheitert an der Verwechslung von Schule mit einem »Lern-Betrieb«, der seine Abläufe und Standards zunehmend aus der Industrie kopiert und nicht mehr als Ort begriffen wird, der Menschen sich ihrer Natur gemäß entwickeln lässt.
So kommt es auch, dass die Zahl der Kinder, die »unerwünschtes Verhalten« zeigen, dramatisch ansteigt und sie und deren Eltern in die Arme unzähliger Ärzte und Therapeuten getrieben werden, die helfen sollen, endlich diese »Kindheit« zu überwinden.

An Stelle von »Compliance« versuchen wir Kreativität zu fördern, an Stelle von Konformität versuchen wir Diversität als naturgegeben zu betrachten und ihr mit individueller Förderung zu begegnen. In umfassender Weise versuchen wir, den Menschen mit all ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Bewegung, körperliche Arbeit, Tanz und Musik sind Grundbedürfnisse, die, wenn sie keinen Raum bekommen, sich anderweitig in »unerwünschtem Verhalten« ihren Weg bahnen können. 

Wir versuchen, Menschen einen sicheren Ort zu bieten, ein Stück Heimat auf Zeit, die aufgrund ihrer biographischen Wurzeln und belastender Erfahrungen in Krisen geraten sind. Vielen Kindern und Jugendlichen konnten wir in den vergangenen Jahren zumindest eine Atempause verschaffen, in der sie sich neu orientieren, neue Kraft, neuen Mut schöpfen konnten. Einige haben Erfahrungen gemacht, die sich vielleicht erst in späterer Zukunft als wichtig erweisen können. 

Ohne das Wirken unserer Mitarbeiter, ohne die vielen Spender, Unterstützer, ohne das staatliche Schulamt, die vielen Jugendämter, Ärzte, Therapeuten und Lehrer, mit denen wir fruchtbar zusammenarbeiten, wäre unsere Arbeit nicht möglich. 

An dieser Stelle sprechen wir allen unseren herzlichen Dank aus! 

Gemeinsam mit Ihnen werden wir auch in Zukunft einen kleinen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten können, die keines ihrer Mitglieder zurücklassen will. 


Daniel Götte 
geschäftsführender Gesellschafter

timeout Breitnau

  • stationäre Wohngruppen für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige
  • jeweils 8 Plätze für Jungen und Mädchen
  • Beschulung in dislozierter, autonomer Außenklasse der Freien Waldorfschule Freiburg St.Georgen, Unterricht in kleiner, alters- und klassenstufenübergreifender Lerngruppe
  • individueller Förderunterricht

timeout Vörstetten

  • betreute Wohnform zur Verselbständigung für Heranwachsende und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 27 Jahren
  • insgesamt 6 Plätze (Jungen/Mädchen)

timeout St.Märgen

  • stationäre Wohngruppe für Jugendliche, junge Volljährige und unbegleitete minderjährige Asylsuchende (umA)
  • insgesamt 8 Plätze (Jungen/Mädchen)
  • Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII (zusätzlich bis zu 4 Plätze, nur Jungen im Alter von 12 bis 18 Jahren)

timeout Neustadt

  • stationäre Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Asylsuchende sowie junge Volljährige (umA)
  • insgesamt 12 Plätze (nur Jungen)
  • intensive Betreuung und Begleitung bei allen Integrationsbemühungen

"Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat die Entwicklung des Jugendhilfeangebotes von Timeout von Anfang an begleitet und unterstützt. Mit dem Namen Timeout verbindet der Landkreis die folgenden Eigenschaften: sehr gute Kooperation, hohe Qualität der Arbeit, Zuverlässigkeit und innovative Ansätze...."


Dorothea Störr-Ritter
Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald


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"Man kann zahllose Berichte in Hochglanzbroschüren lesen, die auf hohem abstraktem Niveau das Thema "Schulverweigerung" beackern. Im Hofgut "Rössle" in Breitnau jedoch, in einer wunderbar "therapeutischen" Umgebung, ist es gelungen, diesem "Begriff der Ausgrenzung" ein überzeugendes Konzept entgegen...."


Manfred Voßler
Staatliches Schulamt Freiburg


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"Ohne Krisen gibt es keine Entwicklung. Das gilt für den einzelnen Menschen genauso wie für eine Gemeinschaft, in der Menschen mit einem selbstgesteckten Ziel zusammenarbeiten. Die Gemeinschaft Timeout hat sich das Ziel gesetzt, dem Werdenden in jedem Menschen den Raum zu schaffen, den es braucht, um..."


Henning Kullak-Ublick
Vorstandsmitglied Bund der Freien Waldorfschulen


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