Es braucht mehr "Straßenkinder"

Erstellt von mhs | |   Presse

Förderung der Autonomieentwicklung von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum - Ergebnisse einer UNICEF-Tagung in St.Gallen/CH

In den ersten zwei Lebensjahren bauen Kinder über die Bindung zur Mutter das Urvertrauen auf. Im Alter von vier trauen sie sich erstmals alleine nach draussen. «Dann brauchen Kinder Räume, die sie entdecken können. Sie müssen sich verstecken und mit Kreide auf die Strasse malen können. Sie verlangen nicht nach vorgefertigten Spielplätzen», sagt die Architektin und Psychologin Martina Guhl an der Unicef-Tagung in St.Gallen. Autonomie sei wichtig: «Früher kamen Kinder erst nach Hause, wenn es dunkel war. Die Eltern hatten keine Ahnung, wo sich der Nachwuchs aufhielt. Es gab keine Handys», sagt Guhl. Heute eine Unmöglichkeit. Draussen frei und unbeaufsichtigt zu spielen, sei aber ein Grundbedürfnis jedes Kindes, das fördere kognitive und psychosoziale Funktionen. «Kinder wollen selbst forschen, sie brauchen dazu nur Raum. Spiele erfinden sie selber.»

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel in der Luzerner Zeitung vom 3. November 2017