Besser lernen ohne Zwang

Erstellt von mhs | |   Presse

Viele Kinder - und Eltern - verzweifeln an schlechten Zeugnisnoten. Dabei sind andere Faktoren viel wichtiger für Erfolg im Leben. Experten erklären, wie sich Neugierde und Motivation fördern lassen.

SPIEGEL.online; Mittwoch, 19.07.2017; von Kerstin Kullmann:   

Wenn Titus Dittmann zeigen will, was er von der Schule und vom Lernen in Deutschland hält, hebt er die Arme über den Kopf und formt mit seinen Händen einen Trichter. Er sagt: "Ganz viel Wissen oben rein."
Dann beugt er sich über seinen Schreibtisch und macht ein Geräusch, als wäre ihm plötzlich schlecht. Er sagt: "Und hier wieder raus." Am Ende bleibe von all dem Wissen wenig hängen, denn was fehle, sei die Begeisterung. "Aber solange die Noten gut sind, sind alle happy."

Titus Dittmann, 67, hat in den Siebzigerjahren das Skateboarden in Deutschland populär gemacht und die Firma Titus aufgebaut, eine Zeit lang die größte Skateboardfirma der Welt. Dittmann sagt, er habe in über 30 Jahren noch keinen Mitarbeiter eingestellt, weil der ein gutes Zeugnis hatte. Oder ein schlechtes. "Ich habe nie danach gefragt", sagt Dittmann.

Dabei ist er selbst einmal Lehrer gewesen. Als Studienrat an einem Gymnasium im westfälischen Hamm unterrichtete er Sport und Erdkunde. Jahrelang, Kinder von der Fünften bis zur Dreizehnten. Dittmann weiß, was es heißt, Klausuren zu benoten, Zeugnisse zu vergeben. Es hat ihm nie richtig gepasst. Was spricht denn dagegen, Schüler mit Noten zu bewerten?

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