Hier geht keiner ohne Abschluss

Erstellt von mhs | |   Presse

Auf der Rosensteinschule in Stuttgart haben 97 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund – die Hälfte von ihnen sind Flüchtlinge. Kann das gut gehen?

 

Auf dem Weg zur Schulleiterin fühlt man sich an Thomas de Maizières Thesen zur Leitkultur erinnert. "Wir klopfen! Wir grüßen laut und deutlich! Wir denken an das Zauberwort!" steht groß an der Tür des Vorzimmers. Drinnen verteilt ein Ventilator die Sommerhitze. Ingrid Macher, schwarze Bluse, kurze Haare, Lesebrille in der Hand, steht vor dem Schreibtisch und nennt die Eckdaten der Rosensteinschule: Grund- und Werkrealschule mit insgesamt 574 Schülern aus 40 Ländern, 97 Prozent haben einen Migrationshintergrund, 250 sind Flüchtlingskinder.

Das ist rekordverdächtig für eine Schule in Deutschland. Und es ist problemverdächtig. Vor Kurzem ergab eine Bildungsstudie der Caritas, dass in Deutschland 47.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen, das sind fast sechs Prozent der Schulabgänger. Der aktuelleChancenspiegel der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass der Anteil der Schulabbrecher bei Jugendlichem mit ausländischen Wurzeln doppelt so hoch liegt: bei rund 13 Prozent.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Arnfried Schenk aus "DIE ZEIT" Nr.34/2014 ...>