Aus Schule und Unterricht

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Die Schülerinnen und Schüler am Standort Nessellachen beschäftigten sich jüngst mit der Frage: "DANKBARKEIT - Was ist das eigentlich?"

Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter aller anderen.

                                        Cicero - römischer Philosoph und Redner

Dankbarkeit

  • ist ein Gefühl und eine Haltung in Anerkennung einer materiellen (z.B. ein Geschenk, ein Blumenstrauß) oder immateriellen Zuwendung (z.B. Trost, Vertrauen), die man erhalten hat oder erfahren wird.
  • ist eine freie Gabe, eine freie Tat, die letzlich nicht erzwungen werden kann, zu der man sich nur selbst "verpflichten" kann; im Sinne von: "Pflicht - Wo man liebt, was man sich selbst befiehlt." Johann Wolfgang von Goethe
  • begründet ein ebenso feines wie festes Band zwischen den Menschen.
  • ist durch ihr Hin- und Herweben innerhalb der Gesellschaft eines ihrer stärksten Bindemittel. Ohne sie würde eine Gesellschaft wohl auseinanderfallen.
  • schafft eine friedliche Beziehung und wirkt auf denjenigen zurück, der sie empfindet.
  • hat eine der stärksten Beziehungen zu psychischer Gesundheit unter allen Charakterzügen und trägt zum Wohlbefinden bei.
  • geht einher mit Großzügigkeit und Selbstlosigkeit.

Dankbare Menschen

  • sind glücklicher
  • weniger depressiv
  • leiden weniger unter Stress
  • sind zufriedener mit ihrem Leben und ihren sozialen Beziehungen
  • stellen persönliche Vorteile eher einem gemeinsamen Vorteil zuliebe zurück

Wem gegenüber man Dankbarkeit empfinden kann

  • den Freunden und Angehörigen, den Mitmenschen und Nachbarn, den Bekannten und Unbekannten (!)
  • der Natur, dem Sein, dem Leben
  • dem Gott oder den Göttern, den Engeln und geistigen Wesen
  • ....

Dankbarkeitstagebuch

Um die eigene Aufmerksamkeit für solche "Zuwendungen" zu schulen, führt nun jeder Schüler einen Monat lang ein so genanntes "Dankbarkeitstagebuch", in welches zu Beginn eines jeden Unterrichtstages konkrete Ereignisse, Erlebnisse, Begebenheiten des vergangenen Tages eingetragen werden, in denen man Dankbarkeit empfinden konnte.

So versuchen wir uns also in einer Art "seelischen Hygiene" zu üben. Von den Erfahrungen werden wir zu gegebener Zeit an dieser Stelle berichten.