Über die Kunst, eine Wandtafel zu wischen - Pflichtlektüre für alle (tätigen und angehenden) Lehrer*innen

Erstellt von mhs | |   Schule

In jeder spirituellen Handlung kommt die Reinigung zuerst. Sie ist der Übergang vom Alltäglichen zum Sakralen.

Die Wandtafel ist der zentrale Ort schriftlicher Kommunikation im Schulraum. Erstaunlich nachlässig wird ihre Reinigung oft gehandhabt. Dabei lassen sich durch Achtsamkeit beim Reinigen der Wandtafeln tiefgreifende Veränderungen auslösen, die sich auf die Pflege der ganzen «dritten Haut» oder «Raumhaut» auswirken. Gibt es eine sanftere Art der Gesellschaftsveränderung, als mit einem vergnügten Lächeln Kreidewolken von einer Wandtafel zu wischen?

Kennen Sie das? Sie betreten den Schulraum, in dem Sie unterrichten, werfen einen prüfenden Blick auf die Wandtafel und sehen: Sie ist gut gereinigt, schlierenfrei und einladend. Gut! Sie entspannen sich. Der Raum ist bereit. Sie spüren die Umsicht und den Respekt dafür, dass diese Wandtafel wieder von jemandem benutzt werden wird. Eine gut gereinigte Wandtafel wirkt wie ein freundlicher Gruss.

Oder die Tafeln sind voller Kreidewolken oder mit Formeln und Vokabeln der VorgängerInnen beschrieben. Ärgern Sie sich über eine nachlässig oder nicht geputzte Tafel? Fühlen Sie sich nicht ernst genommen? Oder finden Sie es fast schon normal? War es früher besser? Was tun Sie oder was täten Sie gern, um es zu ändern? ...

Lesen Sie hier den ganzen Aufsatz der Basler Ökophilosophin Katharina Zaugg ...>