Diese Schule hat mich gerettet

Erstellt von mhs | |   Schule

Die Schule für Erwachsenenenbildung in Berlin ist für viele die letzte Chance auf einen Abschluss.

Von , ZEIT ONLINE, 8.Mai 2017

Ich war, könnte man sagen, eine klassische Schulverweigererin, die nicht nur gelegentlich geschwänzt hat, sondern bewusst aus der Situation geflohen ist. Zu Hause und in meiner Montessori-Grundschule hatte ich gelernt, dass ich meine Meinung sagen und mich für Schwächere einsetzen sollte. Auf dem Gymnasium erlebte ich, wie Schüler von Lehrenden bloßgestellt wurden und dass bei Mobbing niemand eingriff. Man schmierte uns täglich aufs Brot, dass wir zu einer Elite gehörten, und wenn einer nachließ, wurde er vor versammelter Klasse auf die Realschule nebenan verwiesen.   

Als eine der wenigen Schülerinnen aus einer einkommensschwachen Familie erlebte ich außerdem ganz deutlich, dass meine Teilhabe an der sogenannten Gemeinschaft eingeschränkt war: Die Klassenfahrten waren für meine Mutter unbezahlbar und ein Vorsingen beim Schulorchester setzte Gesangsunterricht voraus, den wir uns nicht leisten konnten. Das Gravierendste war aber, dass ich von einem aufgeweckten, wissensdurstigen Kind zu einem Teenager wurde, der Lernen nur noch mit Negativem verband. Ich wechselte das Gymnasium zweimal in zwei Jahren und brach schließlich nach dem Mittleren Schulabschluss ab. Danach wusste ich erst einmal nichts mit mir anzufangen. Ich hatte Selbstzweifel. Bin ich zu faul? Bin ich nicht stressresistent genug? Ich fing an zu jobben und merkte, dass ich durchaus viel und hart arbeiten kann. Ich konnte mir nicht vorstellen, mich noch einmal ins klassische Schulsystem zu integrieren. Aber als ich über einen Freund von der Schule für Erwachsenenbildung (SfE) hörte, dachte ich: Das könnte funktionieren!

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Der Dokumentarfilm "Berlin Rebel High School" über die Schule für Erwachsenenbildung startet ab 11. Mai 2017 deutschlandweit im Kino.