Jugendhilfeeinrichtung Timeout mit Angebot für Vorschulkinder im Stadtgebiet Freiburg und Dreisamtal

Erstellt von mhs | |   KiTa

Die im Jahr 2002 von Freiburger Lehrern gegründete gemeinnützige Jugendhilfeeinrichtung erweitert ihn Wirkenskreis um ein besonderes Angebot für Kinder im unmittelbaren Vorschulalter.

Seit Anfang April 2017 gehört die in einem Forstwagen am Eichberg in Freiburg-Littenweiler beheimatete KiTa „Die Eichbergkinder“ zur stetig wachsenden Timeout-Familie. Hier wird 5-6 Jährigen vor dem Schuleintritt eine letzte besondere Kindergartenzeit geboten durch Erfahrung von Selbstwirksamkeit, durch unmittelbares Erleben und Lernen. 

Das Angebot richtet sich speziell an jene Kinder, die der zunehmenden Vorverlagerung des Einschulungsalters zum Opfer zu fallen drohen, die dem herkömmlichen Kindergarten entwachsen sind, aber einem Schulalltag noch nicht gewachsen erscheinen und ein weiteres unbeschwertes Jahr der Nachreifung benötigen. Hier können diese Kinder durch Naturnähe und Raumerfahrung, durch Bewegungs- und Begegnungsreichtum eine besondere Pflege der Sinne und der Geschicklichkeit erfahren.

Zugang und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verlaufen viel individueller, so dass in größerem Umfang heterogene Lebenszugänge in Gruppen notwendig werden. Anstelle von Konformität erachtet Timeout daher Diversität als naturgegeben und strebt danach, ihr mit individueller Förderung zu begegnen. Schulpflichtig werdende Kinder sind heute intellektuell oft auffallend wach. Während ihr Weltverständnis stark ausgeprägt ist, kann ihre soziale Reife, Kraft und Ausdauer damit aber nicht immer Schritt halten. Bei der Bewertung von Fähigkeiten, die in der Schule erforderlich sind, besteht  die Versuchung, die intellektuelle Reife höher als die sonstige Entwicklung zu bewerten und dadurch statt zu einer ausgewogenen Vielfalt der kindlichen Erfahrungsfelder zu ihrer Vereinseitigung beizutragen. Angesichts der wachsenden zivilisatorischen Herausforderungen an die kindlichen Lebenskräfte kommt es gleichwohl immer mehr auf diese Vielfalt der Möglichkeiten an, sich die „Welt zu eigen“ zu machen, zu einer Selbstermächtigung beizutragen, wie dies Kindergarten und Schule in unterschiedlicher Weise und einander ergänzend leisten können. 

Der für viele Kinder problematische „Schwellenübertritt“ vom Kindergarten in die Schule kann durch dieses Angebot deutlich abgemildert und den Kindern Zuversicht bei der Bewältigung der von ihnen individuell zu bewältigenden Schwelle gegeben werden.

Die Erweiterung des Leistungsangebotes vom Schul- und Jugendalter in die Kindheit der Vorschulzeit versteht sich für Timeout als konsequente Fortsetzung des Gründungsimpulses: Niemanden in dieser Gesellschaft zurücklassen! Da hierzu auch Menschen höheren Lebensalters gehören, befasst sich Timeout seit geraumer Zeit konzeptionell mit einem zukünftigen Angebot, welches Jugendhilfe und Altenpflege miteinander verbinden soll.